GdP nach 2010 wieder im Altenparlament des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Erstellt am Donnerstag, 04. Oktober 2012

(FP) Das schleswig-holsteinische Altenparlament ist eine Institution, die seit 1989 jährlich tagt, um Senioreninteressen in die Landespolitik einzubringen. Der Landtagspräsident Klaus Schlie bedankte sich am 21. September anlässlich der Eröffnung des 24. Altenparlaments bei 81 Altenparlamentariern aus Gewerkschaften, Verbänden, Parteien und Seniorenbeiräten für das unermüdliche Engagement für ihre SeniorenInnen. 
Schlie betonte in seiner Eröffnungsrede: ,,Wir müssen es schaffen, älteren und alten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und ihnen möglichst lange ein selbstständiges Leben zu sichern." In der DGB-Fraktion vertrat Frank Poster die Gewerkschaft der Polizei (GdP). 
Eingestimmt wurde die Sitzung mit einem Vortrag des Jenaer Sozialwissenschaftlers Prof. Dr. Michael Opielka. Er plädierte für die Einführung eines Bürgergeldes, das als Grundeinkommen allen Bürgerinnen und Bürgern als soziales Grundrecht zustehen sollte.

 
Danach waren die „Landtagsabgeordneten“ in vier Arbeitskreisen stramm beschäftigt. 
Insgesamt wurden 52 Anträge u. a. zu den Themen:

  • mehr Mitbestimmung der Senioren-(organisationen)
  • Öffnung für neue Wohnformen (Betreutes Wohnen pp.)
  • Bekämpfung der Altersarmut, ja, auch der Kinderarmut!
  • endlich rechtsverbindliche Anerkennung der Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen


beraten und beschlossen. Ein Dringlichkeitsantrag beschäftigte sich mit der Beibehaltung der Steuerfreiheit für gemeinnützige Bildungs- und Weiterbildungsangebote. Das größte Interesse dürfte, zumindest aus Sicht des GdP-Landesseniorenvorsitzenden Frank Poster, die Forderung nach einem Seniorenmitwirkungsgesetz entsprechend dem Vorbild der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen und Hamburg geweckt haben.

Brite Pauls, Landtagsabgeordnete der SPD-Fraktion, hatte diese Meinung: „Wir haben in allen Generationen Talente, aber noch nie hatten wir so viele ältere gut gebildete Talente und noch nie hatten wir so viele gesunde ältere Talente. Diese Talente gilt es zu nutzen - auf dem Arbeitsmarkt, im ehrenamtlichen Bereich.“ Die CDU-Abgeordnete Katja Rathje-Hoffmann kommentierte den Tag so: „Senioren tragen durch ihr Engagement zu lebenswerter Gesellschaft bei!“ Anita Klahn für die FDP sagte immerhin: „Das Altenparlament ist ein äußerst wichtiger Bestandteil der Mitwirkungsrechte für Seniorinnen und Senioren.“ Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/die Grünen, Andreas Tietze, wusste es noch besser: „SeniorInnen sind heute ExpertInnen für Themen, die alle Generationen betreffen.“ Seniorenpolitik heißt (immer noch) dicke Bretter bohren; und dieses leider nicht nur der Politik gegenüber. Gut, dass es sie gibt - die GdP, die Gewerkschaft der Polizei!!!!

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