Gewalt gegen Polizeibeamte

Erstellt am Mittwoch, 01. Februar 2017



Erschreckende Zunahme 

KIEL. Um 14,7 % haben Widerstandshandlugen gegen Polizeibeamte im Jahre 2016 bei der Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen zugenommen. Insgesamt gab es 1.268 registrierte Gewaltdelikte gegen 2.443 Beamtinnen und Beamte der schleswig-holsteinischen Landespolizei. Auch dies eine Zunahme von 17,7 %. Das ergibt die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Oliver Kumbartzky vom 24. Januar 2017. Nach Ansicht des GdP-Landesvorsitzenden Torsten Jäger sind diese erschreckenden Zahlen der Höhepunkt einer sich verstetigenden Entwicklung. “Die Hemmschwelle sinkt“, so Jäger. 

Erschreckend auch die Zahlen der verletzten Polizeibeamten. Sie stiegen auf 441. Dies ist eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Damit korrespondieren auch die Fehltage, die aufgrund von Verletzungen wegen der tätlichen Angriffe registriert sind. Für das Jahr 2016 betrugen sie 517, was eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr um 42,1 % ausmacht. 

Jäger fordert angesichts der neuen Zahlen noch einmal die Schaffung eines neuen § 115 StGB – Tätlicher Angrifft auf Vollstreckungsbeamte und Soldaten. „Diejenigen, die für diesen Staat eintreten, müssen sich auf den Rückhalt der Gesellschaft auch im rechtlichen Sinne verlassen können“, so fordert der GdP-Landesvorsitzende. 

Der GdP-Landesvorsitzende: „26 % der Bürger in Schleswig-Holstein haben das Vertrauen in den Staat verloren. Der Staat muss auf kommunaler, Landes- und Bundesebene mit ausreichendem Personal wieder so stark werden, dass er seine vielfältigen Aufgaben erledigen kann. Frust über einen schwachen Staat entlädt sich sonst bei denen, die für ihn eintreten … und da steht Polizei mit an erster Stelle.“

Der Landesvorstand

Gewerkschaft der Polizei, Landesbezirk Schleswig-Holstein e.V., 
Max-Giese-Straße 22, 24116 Kiel, Telefon: 0431-17091, Telefax: 0431-17092, 
eMail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , 27. Januar 2017 - Nr. 85/2017 
Ansprechpartner: Karl-Hermann Rehr, 0173-2095139

 
Copyright 2012 - Gewerkschaft der Polizei - GdP Regionalgruppe Lübeck-Ostholstein
Free Joomla Theme by Hostgator